No knead bread oder „was lange währt…ist manchmal eine Riesenüberaschung“

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Also: da ich eine Freundin von „wenig Aufwand – große Wirkung“ bin, hat mich die Aussicht auf ein leckeres Brot, mit minimalstem Arbeitseinsatz hergestellt, sofort interessiert. Hörte sich aber auch gut an. Mehl, Hefe, Wasser kurz zusammen rühren und erst mal 18 Stunden stehen lassen.

Allerdings, als ich den „Matsch“ nach der Wartezeit wie angegeben zusammen falten wollte, habe ich mich dann doch gefragt, wo genau der Vorteil des No knead breads versteckt ist. Selten so eine Sauerei beim Brotbacken erlebt. Und ich versichere, ich habe in meinem Leben schon soviel Brot gebacken, dass ich damit den ganzen Bundestag versorgen könnte. Aber es gab ja kein Zurück mehr, also habe ich relativ lustlos alles zusammen gepappt, noch einmal 2 Stunden gewartet und das Ding bei extremster Hitze in meinem Gußbräter gebacken. Auf bildliche Dokumentationen habe ich an der Stelle verzichtet. (wieso auch so etwas Blödes fotografieren).

Nach 45 Minuten habe ich dann pflichtbewußt und erwartungslos den Deckel geöffnet und was soll ich sagen?

Liebes No knead bread, du warst seit langem die größte Überaschung aus meinem Backofen. Und das Beste:auch noch extrem lecker. Und was lernen wir daraus? Nichts Neues, außer dass auch aus häßlichem Teig ein sehr schönes Brot werden kann.

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Wer es auch mal versuchen möchte:

600 g Mehl, Type 405

20 g frische Hefe

1 Tl Salz,  1/4 Tl Zucker

475 ml lauwarmes Wasser

Hefe in dem Wasser auflösen und mit den restlichen Zutaten in eine Schüssel geben. Kurz durchmischen, nur bis kein trockenes Mehl mehr zu sehen ist. Das sieht irgenwie falsch aus, keine Sorge, das soll so sein. Dann eine Tüte über die Schüssel stülpen und für die nächsten 18 Stunden an einen warmen Ort stellen. Eine halbe Stunde bevor das Brot gebacken werden soll, einen gußeisernen oder Keramiktopf mit Deckel in den Backofen stellen und bei 260°C aufheizen.

So jetzt kommts: den blubbernden Teig auf eine großzügig mit Mehl bestreute Lage Backpapier kippen und mit einem Teigschaber alle vier Seiten zur Mitte falten. Das ist eine Herausforderung, das ganze ist sehr klebrig und relativ flüssig, ich habe mehrere Faltversuche gestartet.

Nun den Topf aus dem Ofen holen, bitte sehr vorsichtig und den Teig mitsamt dem Backpapier in den Topf heben. Schnell den Deckel drauf und bei gleicher Temperatur 30 Minuten backen. Dann den Deckel abnehmen Temperatur auf 210°C reduzieren und noch einmal 20 Minuten backen. Wenn das Brot eine angenehm dunkle Farbe angenommen hat, ist es fertig. Mit dem Papier aus dem Topf heben und auskühlen lassen.

Der Geschmack ist einzigartig und ich finde, der Zeitaufwand lohnt sich. Ich werds auf jeden Fall noch einmal tun.

Bis bald

Eure Eugenia

Cakestand 1

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Ich finde einen Tortenteller mit Fuß oftmals schöner, als ohne. Leider sind sie meistens ganz schön teuer. Also warum nicht mal selber machen. Ich habe dann aus Zeitmangel meine Beste und Einzige,

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das ist meine seit 48 (!) Jahren beste Freundin und beste Hausmannskostköchin in der westlichen Welt, zum potentielle Tortentellerfüße kaufen auf den Flohmarkt geschickt. Dies ist das Resultat. (danke Chris) Ich finds toll. Und so hab ich´s gemacht. (ok, ich will ehrlich sein, ich habe nur Anweisung gegeben, gebastelt hat mein Schatz ;-), danke Micha)

Und das braucht ihr:

Ein altes (oder neues) Glas, Kerzenständer, Schale, Vase, oder was euch geeignet erscheint

Ein einfacher oder formschöner Teller (meiner ist von IKEA, grau und kann so bleiben)

Porzellankleber

Sprühfarbe (ich habe silbernes Felgenspray genommen)

Und so gehts:

Zuerst den Fuß gleichmäßig mit Farbe besprühen und trocknen lassen. Darauf achten, dass alles absolut fettfrei ist (wenn der Tortenteller komplett einfarbig sein soll, zuerst den Fuß unter den Teller kleben und nach dem trocknen komplett besprühen)

mit Porzellankleber mittig unter den Teller kleben, trocknen lassen, fertig

Und? Ist doch toll, oder? Und weil`s so schön und einfach war, gleich noch einmal…..

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Olivenbrot oder „Barbecue ohne Brot ist wie Sommer ohne Sonne“

Am Wochenende soll es ja wieder heiß werden. Außerdem ist Grillsaison. Kein Barbecue ohne Salat und Brot. Aber es muß ja nicht unbedingt immer Baguette sein. Warum nicht mal ein frisches selbstgebackenes Brot? Ich habe ein tolles und einfaches Rezept für euch. Ein leckeres Weizenbrot mit Oliven, schnell gemacht und so lecker…

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Das Brot ist noch lauwarm ein Hit und kann, falls, was aber eher unwahrscheinlich ist, am nächsten Tag noch ein Scheibchen übrig sein sollte, ganz wunderbar getoastet und mit Butter bestrichen genossen werden. Ich habe hier eine schnelle Guacamole dazu gereicht, die immer sehr gut bei allen Gelegenheiten ankommt. Zum Grillen, als Dip zu Gemüse oder Chips, oder einfach als herzhafter Brotaufstrich.

Auf gehts

Olivenbrot

500g Mehl 405 oder 1050

1 P frische Hefe

1/2 Tl Zucker

1 1/2 Tl Salz,

3 El Olivenöl

ca 250 ml lauwarmes Wasser

1 Tasse schwarze Oliven, gehackt, evtl. etwas Thymian

Und so gehts: Backofen ein paar Minuten auf 50°C vorheizen, dann wieder ausmachen.

Mehl in eine Schüssel sieben und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Hefe, Zucker und ein wenig Wasser hineingeben und mit wenig Mehl zu einem flüssigen Vorteig verrühren. Abdecken und in den Backofen stellen. Nach 15 min den Vorteig mit dem ganzen Mehl, dem Salz, Öl, Oliven und Wasser zu einem glatten Hefeteig verarbeiten. Der Teig sollte sich glatt und locker anfühlen. Da jedes Mehl unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen kann, benötigt man gegebenenfalls etwas mehr oder weniger Wasser. Den Teigklumpen in eine geölte Schüssel legen und abgedeckt ca eine halbe bis dreiviertel Stunde erneut gehen lassen bis das Volumen sich verdoppelt hat. Herausnehmen und noch einmal 5 min kräftig kneten. Zu einem Laib formen, in eine gefettete Form legen und kreuz und quer einritzen. 10 min ruhen lassen. Einen halben l kochendes Wasser bereitstellen und gleichzeitig Brot in den Ofen schieben und das kochende Wasser auf die Fettpfanne gießen. Der entstehende Dampf verhindert, dass das Brot trocken wird. Bei 200°C (180°C Umluft) ca 30 min backen. Das Brot sollte hohl klingen, wenn man darauf klopft. Ansonsten noch ein paar Minuten länger backen. That´s it 😉

Guacamole

2 weiche Avocados, zerdrückt

2 Knoblauchzehen gepresst

1/2 Zwiebel, sehr, sehr fein gehackt

1/2 Becher Schmand oder 150g Quark

Spritzer Zitrone

Salz, Pfeffer

alles vermischen, abschmecken und ein Stündchen stehen lassen.

Ich wünsche euch gutes Gelingen und einen guten Appetit

Bis bald

Eure Eugenia